Systematik:
Familie Moraceae, Ordnung Rosales
Kurz und bündig:
Bis zu 18 m hoher, sommergrünger Baum mit breiter Krone auf niedrigem, oft sehr dickem und gedreht wachsendem Stamm
Blätter:
wechselständig, Rand groß gezähnt, an der Basis unregelmäßig (teilweise nur einseitig) gelappt, breit herzförmiger Umriss, mit kurzer schlanker Spitze, bis zu 20 cm lang,
oberseits rauhhaarig, unterseits flaumig oder kahl
Knospen:
Blüten und Blühzeitraum:
einhäusig, unscheinbar bleichgrün, windbestäubt, blüht im Mai und Juni
Früchte und Samen:
aus der fleischig gewordenen Blütenhülle, schwarzrot, sehr saftreich, süß, erst bei voller Reife genießbar, Fruchtreife Juli bis September, Verbreitung durch Vögel und Kleinsäuger
Rinde:
dunkelbraun, anfangs glatt, später faserig gefurcht und kontig verdickt
Wurzelsystem:
Holz:
fest, dunkel,
Verbreitung, Standort, Ökologie:
auf kalkhaltigen, lockeren, steinigen Böden an besonnten Hängen, stammt aus Zentralasien, schon seit langem kultiviert, verwildert häufig
Nutzung:
stark gemasertes Wurzelholz für Drechslerarbeiten, Maulbeerfrüchte für Marmeladen, Gelees, Säfte, Nachfärben blasser Rotweine
Besonderheiten:
im Altertum im Mittelmeergebiet und im Vorderen Orient als Fruchtlieferant kultiviert, seit dem 16. Jh. auch in Mitteleuropa, vor allem in Kloster- und Pastoratsgärten
Quellen:
Bachhofer, Mark: Der Kosmos Baumführer. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 2015
Bartels, Horst: Gehölzkunde: Einführung in die Dendrologie. Stuttgart: Ulmer, 1993
Kremer, Bruno P.: Bäume & Sträucher: entdecken und erkennen. 1.Auflage. Stuttgart: Ulmer, 2010.