Systematik:
Ordnung: Sapindales
Familie: Sapindaceae
Unterfamilie: Hippocastanoideae
Gattung: Acer
Art: Acer campestre
Kurze und bündig:
Der zierliche Feldahorn, der meist als Strauch und selten als Baum in Europa vorkommt, gehört zu den sommergrünen Laubgewächsen. Er gilt als robuste Art, welche auch auf problematischen Standorten zu finden ist.
Gestalt und Gesamtbild:
Der Feldahorn gehört mit zu den kleinsten Ahorngewächsen. Er kommt sowohl als Strauch als auch als Baum in der Natur vor und erreicht eine überschaubare Höhe von bis zu 20m. Neben seiner breite Krone und der rundliche Gestalt sind Korkleisten auf den Trieben zu finden. Er ist oft mehrstämmig.
Blätter:
Seine gegenständige angeordneten Blätter gibt es in variablen Ausführungen: drei- bis fünf-lappig. Die Blätter sind maximal 10cm groß und laufen in mal mehr, mal weniger stumpfen Spitzen aus. Sie sind einseitig von unten behaart und mit deutlichen Achselbärtchen versehen. Die Nervatur verläuft netznervig. Der lange Blattstiel enthält einen Milchsaft.
Knospen:
Die eiförmigen Knospen sind sehr klein. Die Spitze der braun-roten Knospe ist leicht behaart.
Blüten und Blühzeitraum:
Der Feldahorn blüht mit dem Blattaustrieb im Mai. Die einhäusigen Blütenstände setzen sich aus mehreren aufrechten, behaarten, langen, grün-gelben Dolden zusammen.
Früchte und Samen:
Auch der Feldahorn besitzt Nussfrüchte, welche ab September am Baum reifen. Die Flügel sehen denen des Spitzahorns sehr ähnlich, unterscheiden sich aber hinsichtlich ihrer kleinen Größe. Jede Frucht enthält einen Samen, welche später durch den Wind verbreitet werden.
Rinde:
Mit zunehmendem Alter entstehen an der einst so glatten Rinde Risse. Die tiefen Furchen des Ahorns sind deutlich auf der grau-braunen Rinde zu sehen.
Wurzelsystem:
Er besitzt ein intensives Herzwurzelsystem.
Holz:
Das Holz des Feldahorns ist viel dunkler als das Holz von Berg- und auch Spitzahorn. Es ist hart und schwer, aber dennoch elastisch. Es hat eine rötlichbraune Färbung. Splint- und Kernholz sind kaum voneinander zu unterscheiden.
Verbreitung und Standort, Ökologie:
Er tritt in einem Großteil Europas auf. Zudem erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet vom kaspischen Meer bis nach Algerien.Er bevorzugt nährstoffreiche, kalkhaltige Standorte die von trocken bis feucht sein können. Er tritt überall dort auf, wo Eichen-, Buchen- und Auenwälder vorkommen.
Nutzung, Verwendung:
Aufgrund der schönen Maserung des Holzes wird der Feldahorn sehr gerne in Möbelteilen oder auch viel als Schmuck eingesetzt. Allerdings hält sich die Verwendung in Grenzen, da die seltenere Holzart teuer ist. In den Gärten findet man Ihn gerne als Hecke vor und auch in dichten Städten taucht er vermehrt auf. Des Weiteren bietet er vielen Vogelarten Schutz und Deckung zum Nisten.
Besonderheiten (pharmakologische Verwendung, Kulinarische Verwendung, Physiologie, ...):
Der Feldahorn gilt als Mittel, welches den Ausschlag auf der Haut mindern soll. Zudem hatte man damals aus den Blättern des Baumes Tee zubereitet und einige auch als Salat angerichtet. 2015 galt er als Baum des Jahres.
Quellen:
Roloff, 2006) Roloff, Andreas: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Stuttgart: Ulmer, 2006
(Laudert, 2009) Laudert, Doris: Mythos Baum. Geschichte, Brauchtum, 40 Buamporträts von Ahorn bis Zitrone. München: Blv,2009
(Strasburger, 2008) Bresinsky, Andreas: Strasburger. Lehrbuch der Botanik. Heidelberg: Spektrum Akademischer Vertrag, 2008

