Systematik:
Ordnung der Rosales, Familie der Rosaceae.
Kurz und bündig:
Der eingrifflige Weißdorn kann eine Höhe von bis zu 8 m erreichen. In Mitteleuropa ist er häufig in Hecken auf Feldern anzutreffen, da viele mit Weißdorn angelegt wurden.
Gestalt und Gesamtbild:
Crateagus monogyna wächst je nach Standort strauch- bis baumförmig. Er ist stark bedornt und bildet eine kugelige Krone mit kurzem Stamm.
Blätter:
Die Blätter sind drei- bis fünfspaltig sehr tief gekerbt und an den Spitzen gesägt. Die Blätter sind vielgestaltig und teilweise sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die Nebenblätter sind ganzrandig.
Knospen:
Die Knospen sind klein, spitz und sitzen direkt am Trieb. Sie sind rotbraun und an den Schuppenrändern leicht rötlich behaart.
Blüten und Blühzeitraum:
Die Blüten sind weiß und bilden jeweils zu 8.-12. eine Rispe. Der Fruchtknoten wird aus einem Fruchtblatt mit einen Griffel und einem Samen darin gebildet. Sie blühen im Mai/Juni und werden hauptsächlich von Bienen bestäubt.
Früchte und Samen:
Die Frucht ist ein roter "Nussapfel" der eine Nuss enthält die im September reift.
Rinde:
Die Rinde ist anfänglich grau-gelb glänzend und nach 12-15 Jahren entsteht eine Schuppenborke mit kleinen eckigen Schuppen.
Wurzelsystem:
Der eingrifflige Weißdorn besitzt tiefgehende Herzwurzeln.
Holz:
Das Holz des Weißdorns ist fleischfarben und sehr fest und hart.
Verbreitung, Standort und Ökologie:
Der Weißdorn ist ein Halbschattengewächs das auf feuchten bis trockenen Böden vorkommt und besonders gut auf Kalk wächst.
Nutzung:
Er wird oft als Windschutzgehölz oder zur Befestigung von Böden angepflanzt. Das Holz wird hauptsächlich für Drechslerarbeiten, den Maschinen- oder Werkzeugbau verwendet.
Besonderheiten:
Das Fruchtfleisch kann zu einer Marmelade verarbeitet werden. Des Weiteren werden die getrockneten Früchte und Blüten bei Bluthochdruck und zur Verbesserung der Herzfrequenz verwendet.
Quellen:
Bartels, Horst: Gehölzkunde: Einführung in die Dendrologie. Stuttgart: Ulmer, 1993
Schütt, Peter: Lexikon der Baum- und Straucharten: Das Standardwerk der Forstbotanik. Hamburg: Nikol, 2002
