Systematik:

Ordnung: Vitales (Weinrebenartige)

Familie: Vitaceae (Weinrebengewächse)


Kurz und bündig:

Der Wilde Wein ist eine schlanke holzige Kletterpflanze, welche 6-12 Meter hinaufrankt. Er ist einhäusig.


Äußere Erscheinung/ Gesamtbild:

Parthenocissus quinquefolia ist recht unscheinbar, findet sich aber an einigen Waldbäumen oder in Gebüschen wieder. Durch seine markanten gefingerten Blätter lässt sich auch der Name etwas herleiten. Er steht für fünfblättrig (quinquefolia).


Blätter:

Die Blätter sind meist fünfzählig und sehen somit handförmig aus.

Die einzelnen Blättchen sind oval mit gezähntem Rand.

Beim Austrieb sind die Blätter grün, dann verfärben sie sich leicht rötlich und im Herbst schließlich leuchtend rot.


Knospen:

Die Knospen sind klein, grün und kugelig. Sie sitzen in „Dolden“ am Trieb und sind gestielt.


Blüten und Blühzeitraum:

Die Blüten sind weiß-grünlich und erscheinen von Juni bis August. Sie sind eher unscheinbar und in Trugdolden angeordnet.


Früchte und Samen:

Die blau schwarzen, kaum bereifte Beeren sind rot gestielt. Ihr Durchmesser beträgt ca. 6mm. Sie sind anders als der Name „Wilder Wein“ vermuten ließe ungenießbar.


Holz:

Die jungen Triebe sind rötlich, verfärben sich mit dem Alter aber braun.


Verbreitung, Standort und Ökologie:

Der Wilde Wein stammt aus dem östlichen Nordamerika. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte, ansonsten ist er recht anspruchslos. Parthenocissus quinquefolia ist zum Beispiel auch in Augebieten vorzufinden.


Nutzung und Verwendung:

Wilder Wein wird teils wegen seiner Optik (v.A. Herbstfärbung) als Zierpflanze angesetzt.


Besonderheiten:

Am Ende der Ranken befinden sich Haftscheiben, welche dem besseren Halt an Baumstämmen dienen. Diese stellen zudem ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu Parthenocissus inserta dar.



Quellen:

Griebl, Norbert: Kosmos Naturführer – Neophyten. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 2021

Reichholf, Josef und Steinbach, Gunter: Die große Enzyklopädie der Bäume und Sträucher München: Mosaik Verlag, 1993: S.280

Spohn, Roland und Margot: Der Kosmos Baumführer – Europa. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 2022: S. 44

Kremer, Bruno: Steinbachs Naturführer - Bäume und Sträucher. Stuttgart: Ulmer, 2016: S.308


































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