Systematik:
Ordnung: Fagales (Buchenartige)
Familie: Juglandacea (Walnussgewächse)
Kurz und bündig:
Die Schwarznuss ist ein sommergrüner Baum, der Höhen von 15-50 Metern erreicht.
Äußere Erscheinung und Gesamtbild:
Es handelt sich um einen eher niedrigen Baum mit einer kugelig gestalteten dichten Krone.
Blätter:
Die Blätter der Schwarznuss kommen sowohl paarig als auch unpaarig gefiedert vor. An jeder Blattachse befinden sich zwischen 11 und 19 Blättchen. Die einzelnen Fiederblättchen sind 6-10cm lang und vorne zugespitzt. Der Blattrand ist unregelmäßig und teils etwas runzelig. Die Blattoberseite ist kahl, die Unterseite drüsig behaart.
Knospen:
Die Knospen sind blassbraun und laufen vorne spitz zu. Die vier Knospenschuppen sind faltig seidenfilzig behaart.
Blüten und Blühzeitraum:
Der Blühzeitraum der Schwarznuss liegt zwischen Mai und Juni.
Die männlichen Blütenkätzchen sind grün-schwärzlich und verfärben sich später vollkommen schwarz. Sie stehen kegelförmig vom Trieb ab.
Die weiblichen Blüten sind endständig und unauffällig grün.
Früchte und Samen:
Juglans nigra trägt ca. 3,5cm dicke, schwärzliche und grob gefurchte Nüsse. Die Schale dieser ist sehr hart, die Nüsse allerdings auch für Menschen genießbar.
Rinde:
Die Rinde ist graubraun, bei älteren Bäumen dunkelbraun bis schwarz. Sie ist von einem Muster aus schmalen dicken Leisten überzogen.
Der Unterschied zur echten Walnuss (Juglans regia) liegt in der leicht samtigen Behaarung an den Trieben der Schwarznuss.
Wurzelsystem:
Juglans nigra verfügt über eine Pfahlwurzel.
Holz:
Das Holz ist halbringporig und sehr Thyllenreich. Der Kernholzbereich ist sehr dunkel, während das Splintholz eher ins bräunlich orange geht.
Verbreitung, Standort und Ökologie:
Ursprünglich stammt die Schwarznuss aus Nordamerika. Heute wird sie in Europa auch in Parks gepflanzt, zudem findet bereits forstlicher Versuchsanbau mit ihr statt.
Nutzung und Verwendung:
Das Holz ist sehr wertvoll und kann zu vielerlei Produkten verarbeitet werden. Die Kerne der Nüsse können gegessen werden zudem wird der Baum selbst als Zierpflanze in Parks und Gärten angepflanzt.
Quellen:
Reichholf, Josef und Steinbach, Gunter: Die große Enzyklopädie der Bäume und Sträucher München: Mosaik Verlag, 1993: S.180
Spohn, Roland und Margot: Der Kosmos Baumführer – Europa. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 2022: S. 64
