Systematik:
Ordnung: Sapindales (Seifenbaumartige)
Familie: Simaroubacea (Bittereschengewächse)
Kurz und bündig:
Der Drüsige Götterbaum ist ein sommergrüner Laubbaum. Er ist eher schnellwüchsig und weist ein hohes Lichtbedürfnis auf. Ailanthus altissima erreicht eine Höhe von 20 bis 25 Meter. Es handelt sich allerdings um eine invasive Art.
Äußere Erscheinung und Gesamtbild:
Der Baum ist eher unscheinbar mit glatter Rinde und einer dichten länglichen Krone. Lediglich die Blätter sind auffällig gefärbt.
Blätter:
Der Götterbaum bildet bis zu 60cm lange Blätter. Diese sind unpaarig gefiedert mit meist 10 oder mehr Blättchen pro Blattspindel. Am unteren Blattrand befindet sich auf jeder Seite eine Ausbuchtung („Zahn“) mit je einer Drüse auf der Unterseite. Die einzelnen Fiederblättchen werden 5-15 cm lang. Der Hauptnerv der Fiederblättchen verläuft häufig nicht symmetrisch durch die Mitte des Blatts, sondern versetzt, was zu deutlich ungleichgroßen Blatthälften führt.
Knospen:
Die kleinen ovalen Knospen sitzen mittig über den herzförmigen Blattnarben. Sie sind bräunlich gefärbt und eher unauffällig.
Blüten und Blühzeitraum:
Der Drüsige Götterbaum blüht von Juli bis August.
Die Blüten sind gelblich-weiß und treten in rispenartigen Blütenständen auf. Sie bestehen aus 3-4 zu Fruchtknoten verwachsenen Fruchtblättern, die von zehn Staubblättern umgeben sind. Ailanthus altissimagehört zu den zweihäusigen Baumarten. Zudem geben sie einen unangenehmen Geruch ab.
Früchte und Samen:
Die Früchte sind beidseitig geflügelt und in Büscheln angelegt (vgl. Esche). Sie weisen eine grün bis braunrote Färbung auf.
Rinde:
Die Rinde ist bei jungen und alten Bäumen glatt, aber mit einem auffälligen Längsstreifenmuster. Bei älteren Bäumen tritt zudem häufig ein Rautenmuster auf.
Wurzelsystem:
Ailanthus altissima verfügt über ein Pfahlwurzelsystem mit zahlreichen Seitenwurzeln. Durch variierende Wasser und Nährstoffverfügbarkeiten wird das Wurzelsystem häufig asymmetrisch ausgebildet.
Holz:
Der Götterbaum zählt zu den Ringporern. Das Holz selbst ist weich und weist gut sichtbare Holzstrahlen auf, hat aber keinen wirtschaftlichen Nutzen. Eine Verwendung in Form von Bauholz wäre allerdings nicht ausgeschlossen. Die Triebe kennzeichnen große Blattnarben, sowie viele helle Lentizellen.
Verbreitung, Standort und Ökologie:
Der Götterbaum stammt ursprünglich aus Ostasien. Er ist wenig anspruchsvoll, was den Boden betrifft, nur auf stark vernässten Böden wächst er eher schlecht.
Nutzung und Verwendung:
Durch seine hohe Trockenheitstoleranz wird Ailanthus altissima als Stadtbaum bzw. Alleebaum gepflanzt. Außerdem werden gewonnene Inhaltsstoffe auch für Pharmazeutische Zwecke verwendet.
Besonderheiten:
Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, setzen diese einen unangenehmen Geruch frei.
Rinde eines jungen Götterbaums
Blattvorderseite und -rückseite (aufgenommen im April)
Blüten des Götterbaums (sehr unscheinbar durch die grüne Färbung)
Quellen:
Griebl, Norbert: Kosmos Naturführer – Neophyten. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 2021: S. 428
Reichholf, Josef und Steinbach, Gunter: Die große Enzyklopädie der Bäume und Sträucher. München: Mosaik Verlag, 1993: S.257
Spohn, Roland und Margot: Der Kosmos Baumführer – Europa. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 2022: S. 144f.
Schütt, Peter: Enzyklopädie der Holzgewächse: Wiley-VCH-Verlag, 2006
