Systematik:

Ordnung: Malpighiales

Familie: Salicaceae

Gattung: Salix

Art: Salix cinerea


Kurz und bündig:

Die halbkugelig-strauchförmig wachsende Asch-Weide ist ein sommergrünes Laubgehölz mit einem großen Verbreitungsgebiet. Man findet sie vor allem auf nassen und basischen Standorten in Gewässernähe.


Gestalt und Gesamtbild:

Die Asch-Weide wächst halbkugelförmig-strauchartig und erreicht eine Höhe von bis zu 6 Metern. Die Knospen, Blätter und Triebe sind stark graufilzig behaart. Wenn man bei Zweigen die Rinde entfernt, kann man auf dem blanken Holz lange Längsstreifen erkennen, was für die Asch-Weide charakteristisch ist.


Blätter:

Die Blätter sind wechselständig spiralig um den Trieb angeordnet. Das Blatt ist 5 bis 9 cm lang und elliptisch geformt mit einer kurzen, meist geraden Spitze. Der Blattrand ist gesägt und die Blattunterseite dicht behaart. Außerdem sind am Trieb oft Nebenblätter zu finden.


Knospen:

Die Knospen sind, wie die Blätter, wechselständig spiralig um den Trieb angeordnet. Sie sind eiförmig und dicht grau behaart. Die großen Knospenschuppen sind im Gegensatz zu manchen anderen Weidenarten nie rot/rötlich.


Blüten und Blühzeitraum:

Die Asch-Weide blüht vor der Blattentfaltung. Blütezeit ist zwischen März und April. Die männlichen Blüten sind kurz vor dem Aufblühen manchmal rötlich. Die Blütenstände sind die typischen Weidekätzchen.


Früchte und Samen:

Weiden haben meist eine Kapselfrucht mit vielen kleinen Samen darin. Die Kapselfrucht der Asch-Weide wird Anfang Mai reif.


Rinde:

Die Rinde ist grau, glatt und hat stellenweise Korkwarzen.


Wurzelsystem:

Weidengewächse bilden oft ein starkes und verzweigtes Wurzelsystem aus.


Holz:

Das Holz von Weiden ist weiß, leicht, biegsam und wenig dauerhaft.


Verbreitung, Standort und Ökologie:

Das Verbreitungsgebiet geht von Europa bis nach Zentralasien, also auch bis zum Kaukasus und dem Iran. Sie steht häufig auf nassen Böden mit Grundwasseranschluss, besonders nährstoffreichen und kalkhaltigen Standorten. Typische Standorte sind z.B. Gräben, Bachufer oder Moorränder. Sie ist in den Feuchtgebieten eine wichtige Pionierbaumart. Des Weiteren ist sie wegen ihrer frühen Blüte eine wichtige Pflanze für Bienen und Hummeln im Frühjahr.


Nutzung:

Das leichte Weidenholz dient oft zur Herstellung von Schnitzereien, Holzschuhen, Kisten, Schachteln oder der thermischen Verwertung.


Besonderheiten:

Eine Eigenheit der Asch-Weide sind die langen Längsriefen auf dem blanken Holz. Außerdem hat man früher aus Weidenrinde Salicin gewonnen, was als Fiebermittel und Antirheumaticum Anwendung fand.


Quellen:

Bartels, H. (1993) Gehölzkunde: Einführung in die Dendrologie, Stuttgart, Ulmer.

Lang, K. J. & Aas, G. (2022) Knospen und andere Merkmale: Bebilderter Bestimmungsschlüssel für Laubgehölze im Winterzustand, 6. Aufl., Freising und Bayreuth.

Schütt, P (Hg.) (2002) Lexikon der Baum- und Straucharten: Das Standardwerk der Forstbotanik; Morphologie, Pathologie, Ökologie und Systematik wichtiger Baum- und Straucharten, Hamburg, Nikol.

https://de.wikipedia.org/wiki/Asch-Weide (zuletzt aufgerufen am 30.06.2025).

https://de.wikipedia.org/wiki/Weiden_(Gattung) (zuletzt aufgerufen am 30.06.2025).




















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