Systematik
Ordnung: Fabales (Schmetterlingsblütenartige)
Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler)
Kurz und bündig
Die Amorpha fruticosa ist ein fremdländischer und sommergrüner Strauch.
Gestalt und Gesamtbild
Der Bastardindigo wird etwa 1-4m hoch. Die Zweige wachsen sparrig und sind locker verzweigt.
Blätter
Die Blätter sind unpaarig gefiedert, mit 17-41 Blättchen und einer Gesamtlänge von bis zu 30cm. Die Fiederblättchen selbst sind 1,5 -3cm lang, kurz gestielt, eiförmig bis elliptisch, ganzrandig und mit einer kleinen aufgesetzten Spitze versehen. Zu Beginn sind die Blätter leicht behaart und verkahlen schnell. Unterseits sind sie grau-grün, oberseits mattgrün.
Knospen
Die Knospen sind 1-3mm lang. Die Knospenschuppen sind braun und an der Spitze weiß bewimpert. Die Endknospen fehlen.
Blüten und Blühzeitraum
Die Blüten sind in einer 10-15cm schmalen Doppeltraube zusammengefasst. Die Kronenblätter sind purpurblau bis blaurot gefärbt. Die Staubblätter sind etwas hervorstehend und auffallend gelb-orange.
Die Blütezeit ist von Juni bis August.
Früchte und Samen
Die Hülsenfrüchte sind leicht gebogen und 7-9mm lang. Die Hülse ist erst grün und wird dann braun. Im Inneren befindet sich eine einsamige Nuss.
Rinde
Die Rinde ist gräulich-braun, leicht längsgestreift und mit Lentizellen versehen. Die Triebe sind fast kahl oder fein behaart.
Wurzelsystem
Das Wurzelsystem ist weitreichend und dicht.
Verbreitung, Standort und Ökologie
Die Verbreitung des Bastardindigos ist größtenteils im östlichen Teil der USA. In Mittel- und Südeuropa wurde sie etabliert.
Der Bastardindigo in ein Auen- und Ufergehölz, erträgt dennoch Trockenheit gut und soll nur selten überschwemmt sein, weshalb er an den Auenrandbereichen und in Schotterterassen vorkommt. Er kommt außerdem auf schwach sauren bis stark alkalische Böden vor. Diese sind außerdem durchlässig und eher nährstoffreich. A. fruticosa ist an sonnigen Plätzen und wärmeliebend, sowie meist frosthart.
Nutzung
Im natürlichen Verbreitungsgebiet wird die Amorpha fruticosa gerne als Bodenerosions- und Windschutz, aufgrund ihres Wurzelsystems, gepflanzt. Sie kann außerdem als Bienenweide und Ziergehölz fungieren.
Besonderheiten
A. fruticosa ist ein sehr anpassungsfähiges Pioniergehölz und in Europa ein Neophyt. In jedem Winter sterben die Zweigspitzen ein Stück ab. Die Pflanze enthält in geringen Mengen Indigopigmente (daher auch Scheinindigo).
Quellen
Fitschen, Jost; Aas, Gregor (2023): Gehölzflora. Ein Buch zum Bestimmen der in Mitteleuropa wild wachsenden und angepflanzten Bäume und Sträucher. 14., überarbeitete und erweiterte Auflage. Wiebelsheim: Quelle & Meyer Verlag.
Roloff, Andreas; Bärtels, Andreas; Schulz, Bernd (2014): Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung; mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 4. Auflage. Stuttgart (Hohenheim): Eugen Ulmer KG.
https://web.archive.org/web/20080628154431/http:/www.verwaltung.steiermark.at/cms/beitrag/10787880/22727563/(Aufgerufen am 03.09.2024)
https://www.artensteckbrief.de/?ID_Art=738&BL= (Aufgerufen am 03.09.2024)
https://www.baumkunde.de/Amorpha_fructicosa/ (Aufgerufen am 03.09.2024)
https://www.gbif.org/species/5357407 (Aufgerufen am 03.09.2024)
https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=280343#:~:text=Genus%20name%20comes%20from%20the%20Greek%20word%20amorphos,meaning%20shrub%20in%20reference%20to%20its%20shrubby%20form. (Aufgerufen am 03.09.2024)
https://www.naturadb.de/pflanzen/amorpha-fruticosa/ (Aufgerufen am 03.09.2024)


