Systematik
Ordnung: Rosales (Rosenartige)
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Untertribus: Pyrinae (Kernobstgewächse)
Kurz und bündig
Die Amelanchier lamarckii ist ein sommergrüner, großer Strauch oder bis zu 10m hoher und mehrstämmiger Baum. Er ist in Gärten weit verbreitet.
Gestalt und Gesamtbild
Der Großstrauch hat eine Krone welche ausgebreitet bis trichterförmig ist. Im Alter wird der Strauch 5-8m breit.
Blätter
Die Blattform ist elliptisch bis länglich-elliptisch (4,5 – 10cm lang). Das obere Drittel ist verschmälert, der Blattgrund ist rundlich und der Blattrand ist fein gesägt. Im Austrieb ist das Blatt kupferrot überlaufen und unterseits seidig weiß behaart. Später ist das Blatt dunkelgrün gefärbt und meist nur am Blattstiel bleibend behaart. Die Herbstfärbung ist auffällig gelb und orange bis ziegelrot.
Knospen
Die Knospen sind länglich, spindelförmig und die Knospenschuppen sind rötlich gefärbt. An den Rändern sind Wimpernhaare.
Blüten und Blühzeitraum
Die Kronblätter sind weiß und lang. Die Blüten sind 2 -2,5cm breit und zu 8-10 in etwas übergeneigten Trauben.
Die Blütezeit ist von März bis Mai.
Früchte und Samen
Im Juni/Juli werden die (Apfel-)Früchte reif, welche ca. 1cm dick und purpurrot bis blauschwarz sind. Sie sind essbar und wohlschmeckend.
Rinde
Die Rinde ist graubraun und glatt mit kleinen Furchen. Die jungen Triebe sind seidig behaart.
Wurzelsystem
Die Wurzeln sind stark verzweigt und flachwurzelnd.
Holz
Das Holz ist zerstreutporig und ohne Kern.
Verbreitung, Standort und Ökologie
Ursprünglich kommt die Kupfer-Felsenbirne aus dem östlichen Nordamerika, wo sie allerdings nicht mehr feststellbar ist. Seit über 100 Jahren ist sie in Nord- und Mitteleuropa etabliert.
Sie kommt auf gut versorgten und nährstoffreichen Böden vor, sowie an eher sonnigen bis halbschattigen Orten. Sie ist winterhart und deshalb in Deutschland gut geeignet. Sie ist eine Bienennährpflanze.
Nutzung
Vor allem in Gärten ist die Amelanchier lamarckii, durch die essbaren Früchte, dekorativen Blüten und besonders schöne Herbstfärbung, beliebt.
Besonderheiten
Die Amelanchier lamarckii hat eine schwierige Namensgebung, da es viele Synonyme (A. botryapium (L. f.) Borgh.; A. canadensis K.Koch; A. confusa auct. non Hyl.; A. laevis Clapham) gibt, welche zu Verwechslungen führen können, mit der A. canadensis (L.) Medik. = Kanadische Felsenbirne und der A. laevis Wiegand = Kahle Felsenbirne.
Quellen
Fitschen, Jost; Aas, Gregor (2023): Gehölzflora. Ein Buch zum Bestimmen der in Mitteleuropa wild wachsenden und angepflanzten Bäume und Sträucher. 14., überarbeitete und erweiterte Auflage. Wiebelsheim: Quelle & Meyer Verlag.
Roloff, Andreas; Bärtels, Andreas; Schulz, Bernd (2014): Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung; mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 4. Auflage. Stuttgart (Hohenheim): Eugen Ulmer KG.
https://www.baumkunde.de/Amelanchier_lamarckii/ (Aufgerufen am 03.09.2024)
https://botanischer-garten-hoexter.de/pflanze-amelanchier_lamarckii.html (Aufgerufen am 03.09.2024)
