Einführung

Nach Angaben der Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten des Sekretariats der Vereinten Nationen lebten im Jahr 2014 53% der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten, und die Welt verstädtert sich weiterhin rapide (Vereinte Nationen, 2014). Der Prozess der Verstädterung ist mit Herausforderungen hinsichtlich wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Aspekte verbunden. Zum Beispiel werden auch heute noch 60-80% aller Energie in Städten verbraucht, und 75% der CO2-Emissionen kommen aus Städten. Folglich ist "Städte integrativ, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten" eines der Ziele für nachhaltige Entwicklung, die als Ergebnis der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) entwickelt wurden und 2016 in Kraft getreten sind (Vereinte Nationen 2016).




Eine Smart City ist ein komplexes System, das heißt ein System von Systemen (ISO/IEC JTC 1 Information technology, 2014). Sie erfordert die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Parteien in dern Stadt, was sich oft als schwierige Aufgabe bei der Umsetzung von Lösungen herausstellt. Zudem machen die einzigartigen Merkmale einer jeden Stadt die Anwendung von ein und der selben Lösungen an verschiedenen Orten schwierig. Dies ermutigt verschiedene Gesellschaften, von der Wissenschaft bis zu den Normungsgremien, über ein Lösungen nachzudenken, die sowohl reproduzierbar als auch zuverlässig und stabil ist.

Es gibt verschiedene Ziele die von den Städten gesetzt werden, um intelligent und nachhaltig zu werden, wie z.B. CO2-neutral, energieneutral, oder eine Effizienzsteigerung um Faktor 4 oder sogar Faktor 10. Diskussionen haben gezeigt dass es oft schwierig ist für Städte als ganzes oder für großflächige Gebiete intelligente und nachhaltige Lösungen zu finden. Daher besteht ein Interesse daran, Städte in kleinerem Maßstab wie einzelne Regionen oder Bezirke zu betrachten. Es ist jedoch regions- und länderübergreifend nicht einheitlich geregelt was in den Kategorien Stadt, Dorf, Bezirk, etc. einzuordnen ist. Es steht jedoch ohne Zweifel fest dass die Herausforderungen in jeder dieser Größenordnungen sehr ähnlich sind (z.B. Umgebungslärm, Luftqualität und Feinstaub, Energieverbrauch und -produktion, Verkehrsfluss usw.). Der Schlüsselpunkt hierbei ist, dass, um eine hohe Lebensqualität in einem städtischen Gebiet egal in welcher Größenordnung zu erreichen oder aufrechtzuerhalten, Gemeinden, Unternehmen, Dienstleister, private Einrichtungen und sogar Bürger (im Allgemeinen alle beteiligten Akteure) viele verschiedene Anliegen gleichzeitig zu berücksichtigen haben.


Digitales Ökosystem

Digitale Ökosysteme orientieren sich hinsichtlich Struktur und Funktionsweise an biologischen Systemen. Es sind technisch abgegrenzte Systeme, die Organisationen und deren digitale Services über Hardware, Software, und Plattformen miteinander vernetzen. Ein bekanntes digitales Ökosystem ist zum Beispiel das Apple-Ökosystem bestehend aus iPod, iPhone, iPad, Mac Desktop, MacBooks, Peripheriegeräten, iCloud, iTunes, etc. Ein erster Schritt in Richtung Digitales Öko-System besteht im Aufbau eines standardisierten Datenkatalogsystems. Hierbei werden lokale/regionale Datensätze (OpenData aber auch kostenpflichtige) und geeignete Dienste und Softwaretools für die (Weiter-) Entwicklung von Anwendungen öffentlich zugänglich aufbereitet. Sie können in einer Masterplattform georeferenziert dargestellt werden.

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